Verkehrskonzept für Berlin beschlossen

Der SPD-geführte Senat hat in seiner Sitzung am 29. März 2011 den neuen Stadtentwicklungsplan (StEP) Verkehr 2025 verabschiedet. Er wurde zuvor in einem intensiven zweijährigen Prozess fortgeschrieben. Die Erarbeitung erfolgte mit Unterstützung eines „Runden Tisches“, an dem neben der Verwaltung alle wichtigen verkehrspolitischen Akteure vertreten waren.

Ziele des Plans sind die Sicherung von Teilhabechancen am öffentlichen Leben durch Mobilität, die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch angepasste und optimierte Verkehrswege und die Umwelt- und stadtverträgliche Gestaltung des Verkehrs, besonders im Hinblick auf abnehmende natürliche Ressourcen und Herausforderungen des Klimawandels.

Um diese Ziele zu erreichen, enthält der neue Stadtentwicklungsplan Verkehr ein umfassendes Bündel aufeinander abgestimmter Ziele, Teilstrategien und Maßnahmen, dazu gehören u. a.:

- Bis 2025 weitere Erhöhung der Rolle des „Umweltverbunds“ (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) bei der Verkehrsmittelwahl, Erhöhung ihres Anteils auf 75 Prozent der Wege/Fahrten

- Anpassung der Infrastruktur an die Bedeutung der einzelnen Verkehrsträger und der demographischen Entwicklung (Umgestaltung von Straßenräumen, Umsetzung von Rad- und Fußverkehrsstrategie, Gewährleistung von Barrierefreiheit, ÖPNV-Beschleunigung etc.)

- Stärkeres Gewicht für die Bestandssicherung und Qualifizierung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur (Straße und Schiene), auch durch neue Schwerpunktsetzung bei der Verteilung der vorhandenen finanziellen Ressourcen

- Schließung von Netzlücken und Beseitigung von Netzstrukturproblemen bei Schiene und Straße (Fertigstellung der U 5, neue Straßenbahnteilstrecken)

Gerade die Umgestaltung von Straßenräumen wird in den kommenden Jahren auch in Friedrichshain zu positiven Ergebnissen führen. So werden der Umbau der Warschauer Straße und der Marschlewskistraße sowie nach dem Umbau des Ostkreuzes die Neugestaltung der Neue Bahnhofstraße Vorteile für Fußgänger und Radfahrer bringen.

Und im Rahmen der Beseitigung von Netzstrukturproblemen wird das Ostkreuz nach dem Umbau an das Straßenbahnnetz direkt angeschlossen.

Die mit dem ersten Stadtentwicklungsplan Verkehr aus dem Jahr 2003 angestrebte Trendwende im Verkehrsgeschehen ist übrigens früher erreicht worden als erwartet: So sank der Anteil des Autoverkehrs bei der Verkehrsmittelwahl der Berlinerinnen und Berliner schneller als erwartet

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